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Ruine Neuhaus - Terlan


Ruine Neuhaus - Terlan

Plz/Ort: 
I-39018 Terlan (BZ)


Sie entstand wahrscheinlich zu Beginn des 13. Jh.s als Doppelburg, und zwar bestehend aus einer Straßensperre herunten an der Straße und aus der eigentlichen Burg oben auf dem steilen Felssporn. Es lässt sich ursprünglich belegen, dass die Burg bereits im Jahr 1206 bestand und Nova Domus, das neue Haus, genannt wurde. Die Burg hoch über der Straßensperre war ursprünglich sehr klein. In den Jahren 1275/1276 wurde sie während des Krieges zwischen den Grafen von Tirol und dem Bischof von Trient zerstört und erst im Jahre 1320 wieder aufgebaut und in die heute noch erkennbare Form gebracht. Der mächtige Bergfried stammt wohl aus dieser Zeit. Verschiedene Hinweise deuten darauf hin, dass auch Margarethe Maultasch, die Herzogin von Kärnten und Tirol, hier öfters verweilte und ein verschwenderisches Leben geführt hat. Die Volkssage erzählt, dass sie behauptete, beim Kegelspiel nur goldene Kugeln und Kegel verwendet zu haben. Den Namen „Maultasch“ übrigens soll sie wegen ihres unförmigen Mundes oder ihrer losen Zunge erhalten haben. Wissenschaftlich fundierter scheint jedoch die Annahme, dass Margarethe ihren Beinamen aus der Straßensperre erhielt, die mit römischen Zahlen „malatasca“ – die Mausefalle – hieß. Nach der Zerstörung der unteren Burg mit der Straßensperre ging der Name wahrscheinlich auf die obere Burg über und von dieser dann auf die Herzogin Margarethe. Im Jahre 1382 erwarben die Herren von Niederthor zu Bozen die Burg. Sie richteten sie standesgemäß her und ließen allerlei Zubauten errichten. Dieses Herrengeschlecht hatte auch die Verwaltung des Gerichtes Neuhaus inne. Als die Niederthor im Jahre 1479 nach Meran in ihr dort erworbenes Schloss Fragsburg zogen, wurde die Burg Neuhaus nur mehr von einem Baumann oder Pächter bewohnt. Um 1825 soll Neuhaus zwar noch mit Dächern versehen gewesen sein. Angeblich aus Steuergründen hat man dann um diese Zeit die alten Ziegel weggebracht und somit verfiel die Ruine sehr rasch. Sie zeigt heute nur mehr verfallene Mauern.


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