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Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff
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Burgkapelle Hocheppan - St. Michael bei Eppan


Burgkapelle Burg Hocheppan - St. Michael - Eppan

Plz/Ort: 
I-39057 St. Michael - Eppan (BZ)
Tel.: 
+39 0471/636081
Fax: 
+39 0471/636081


Die Burgkapelle am südlichen Ende des ältesten Burghofes war ursprünglich mit dem Palais verbunden und steht heute frei. Der bestehende Bau (7,70 m lang, 4,40 m breit, 4,30 m hoch) wurde 1131 geweiht. Er ist ein einfacher Rechteckraum mit drei Apsiden an der östlichen Seite, von denen zwei in die Mauerstärke eingelassen sind, während die mittlere etwas vorkragt. Die Kapelle enthält zwei schmale romanische Bogenfenster an der Südwand, sowie drei Fenster in den Apsiden, von denen das mittlere vermutlich um 1200 zugunsten der Malerei verkleinert wurde (später vergrößert, jetzt wieder klein). Den Zugang ermöglicht heute ein einfaches Rechteckportal an der Nordseite. Der ursprüngliche Zugang auf die Empore an der Westseite ist in ein Fenster umgewandelt. Westlich sitzt auf dem First ein kleiner Dachreiter, der im 16. Jh. zugefügt wurde. An der Südseite ist wegen des abfallenden Geländes unter der Kapelle ein überwölbter Raum von unbekannter Bestimmung erhalten. Er endet mit einer glatten Außenwand im Osten, über der konsolenartig die Mittelapsis der Kapelle ansetzt. Das Innere der Kapelle war ursprünglich flach gedeckt. Diese Decke ist ebenso wie Empore, Gestühl und Altarschranken verschwunden.

Die Fresken stellen einen Zyklus der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu dar. Der Maler ist unbekannt, aufgrund des byzantinischen Einflusses in der Gestaltung der Fresken nimmt man jedoch an, dass er im ostkirchlichen oder zumindest venezianischen (einem byzantinischen Einflusszentrum in Mitteleuropa) Raum ausgebildet wurde.

An den Langhauswänden scheint ein Tiroler Künstler mitgearbeitet zu haben, da dort regionale Bezüge erkennbar sind: in der Darstellung der Geburt Christi eine Knödelesserin (erster Beleg für Tiroler Knödel!), in der Darstellung der Hochzeit von Kana ein Wurstesser.

Die Fresken waren jahrhundertelang übermalt und wurden erst 1926 zur Gänze freigelegt.


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