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Der Ortler, 3905m, der höchster Berg in Südtirol
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St. Martin in Thurn


St. Martin in Thurn

Tourismusverein: St. Martin in Thurn
Straße: 
Dorf 10
Plz/Ort: 
I-39030 St. Martin in Thurn (BZ)
Tel.: 
0474 523175
Fax: 
0474 523474
Webseite: 


St. Martin in Thurn

St. Martin in Thurn wird auf ladinisch San Martin de Tor genannt. Das Dorf befindet sich auf 1.120m Höhe und wird von der malerischen mittelalterlichen Burganlage Ciastel de Tor überragt. Das Schloss ist seit 2001 Sitz des landinischen Landesmuseums. Die Ortschaft rühmt sich des tief verwuzelten traditionsreichen Handwerks und beheimatet zudem das ladinische Kulturinstitut Micura de Rü.
Der neue Skilift Piculin bietet eine direkte Verbindung mit dem Skigebiet Kronplatz.

Campill

Campill (1.398m), in ladinisch Lungiarü genannt, ist ein naturbelassenes bäuerliches Bergdorf im Herzen der Dolomiten. Es ist umrahmt von mächtigen Bergmassiven wie die Puezgruppe, die Geilser von Lungiarü und den Peitlerkofel.

Untermoi

Das touristische Untermoi (1.515m) befindet sich auf einer wunderschönen Hochfläche, direkt am Fuße des Peitlerkofels. Die Kirche bildet das Zentrum des beliebten Kurortes. Deren wohltuende Bauernbäder erfreuen sich großer Beliebtheit und haben weit über Ladinien hinaus Bekanntheit erlangt.
Im Winter bieten die Aufstiegsanlagen des Piz Fontanella, der Maurerberg und die bis ins Dorf führende Rodelbahn Winterspass pur!

Feuer und Flamme - Der alte Kalkofen brennt wieder....

„Der alte Kalkofen brennt wieder...“
Mitte Juli in Campill/St. Martin in Thurn


Auf Veranlassung des Tourismusvereines von St. Martin in Thurn wird ein kulturtouristisches Projekt in Angriff genommen, das zum vordringlichen Ziel hat, eine althergebrachte örtliche Tradition wieder aufleben zu lassen und zu veranschaulichen: Die Inbetriebnahme eines traditionellen Kalkofens in der Fraktion Lungiarü/Campill


Zur Geschichte

Die Kalkbrennöfen sind wertvolle Zeugnisse für die einstige Selbstversorgung und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Bewohner von Lungiarü/Campill und vermitteln heute interessante Aufschlüsse zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie zur Nutzung der natürlich vorhandenen Ressourcen. Früher gab es in jeder Gadertaler Gemeinde ein oder mehrere Kalkbrennöfen. In Lungiarü/Campill wurden die Kalköfen unweit des Dorfes errichtet, wo genügend Holz vorhanden war. Wo der Transport der Kalksteine zum Dorf schwieriger und länger war, wurden auch an abgelegenen Stellen Öfen erstellt, wie z.B. am Eingang zum Antersasc-Tal. Kalk gebrannt wurde in Lungiarü/Campill besonders im Frühjahr vor dem Beginn der Feldarbeit und auch im Herbst. Aus Interesse zur Heimatkunde und zur Bewahrung des örtlichen Kulturerbes wurde vor einigen Jahren die Freilegung und Sanierung eines aufgelassenen und verschütteten Kalbrennofens in Angriff genommen. Das letze Mal beschickt wurde unser freigelegter und sanierter Kalkbrennofen zu Beginn der 50er Jahre, danach wurde er endgültig aufgelassen. Aus detaillierten Schilderungen älterer Campiller konnte noch relativ leicht Aufschluss über Aufbau, Nutzung und Verbreitung dieser traditionellen Öfen gewonnen werden:


Aufbau und Nutzung der Kalköfen

Dem Aufbau nach ist der Kalkofen ein zylinderförmiger, in Mauerwerk ausgeführter Schacht. Im Inneren des Schachtes wurde zunächst ein Gewölbe errichtet, worauf dann von oben herab die zu brennenden Kalksteine eingefüllt wurden. Bei der Einwölbung wurden reihum dünne Rundhölzer aufgerichtet, die nach dem Ausglühen als Löcher für den Luftzug dienten. Das eingefüllte Brenngut wurde mit Fichtenreisig oder Stroh abgedeckt und mit einer 8-10 cm dicken Lehmmörtelschicht verstrichen. Die Befeuerung erfolgte durch die kleine Ofenöffnung am Fuße des Ofens und als Brennmaterial verwendete man kerniges Fichtenholz. Die Brenndauer selbst zog sich für drei Tage und drei Nächte hin und war mit einem hohen Holzverbrauch verbunden (ca. 120 Raummeter). Um ein allzu rasches Abkühlen des Ofens zu vermeiden, wurde die Schüröffnung zugemauert und zum Schutz vor Regen errichtete man über dem Ofen ein Pultdach. Der frischgebrannte Kalk (es kann mit 27-28.000 kg berechnet werden) gelangte entweder auf irgend einer Baustelle oder man losch ihn mit Wasser und lagerte ihn in eine nahe der Häuser angelegte feuchte Kalkgrube. Das letze Mal beschickt wurde der hier freigelegte und sanierte Kalkbrennofen zu Beginn der 50er Jahre, danach wurde er endgültig aufgelassen.


Das Projekt

Das vor vier Jahren in Lungiarü/Campill freigelegte und brannttüchtig wiederhergestellte Kalkbrennofen soll in diesem Sommer erstmals wieder in Brand gesetzt werden. Dabei wird beabsichtigt, die einzelnen Phasen vom Einfüllen des Ofens, über das Brennen der Kalksteine bis hin zur Entleerung und zum anschließenden Löschen der gebrannten Steine genau durchzuziehen. Das Ganze soll von einem Rahmenprogramm begleitet werden, welches diverse Veranstaltungen vorsieht:

·Exkursionen zu den Kalkgeröllhalden am Fuße der Puezgruppe
·Vorträge über Bedeutung und frühere Verwendung von Kalk
·geologische Wanderungen
·Begehungen zu aufgelassenen Kalkbrennöfen
·nächtliche Besichtigungen eines in Brand gesetzen Ofens
·Demonstrationen wie Kalk gelöscht und zu Mörtel verarbeitet wird
·Brot backen in einem nahen Backofen von Seres
·Kindernachmittage
·gesellige Abende beim brennenden Ofen mit Geschichten und Gesang
·Naturkundliche Wanderung im Naturpark Puez/Geisler
·u.a.m.















Mühlenfest

AUGUST:
MÜHLENFEST IN CAMPILL

Musikalische Unterhaltung und Bauernspezialitäten ab 11.00 Uhr. Informationen beim Tourismusverein St. Martin in Thurn, Tel. 0474 523175

Das Mühlental in Campill

Neben den vielen Eigenartigkeiten des Dorfes Lungiarü (Campill) , wie die bäuerliche Siedlungsweise „les Viles“, die bezaubernde Naturlandschaft sowie den Naturpark Puez-Geisler, verdient auch das Mühlental erwähnt zu werden. Die Mühlen, zum Teil auch heute noch von den dort ansässigen Bauern benutzt, stellen ein lebendiges Zeugnis einer althergebrachten Kultur dar. Damals, als die Bauern vom alleinigen landwirtschaftlichen Ertrag leben mußten, galten die Mühlen als unentbehrliche Infrastruktur. Infolge des starken sozio-ökonomischen Wandels der letzten Jahrzehnte, welcher sich merklich auf die Lebensverhältnisse der Bergbauern niedergeschlagen hat, drohen die Funktion und die Bedeutung der Mühlen mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.
Dank der Europäischen Union war es möglich, die Mühlen entlang des Seres-Baches fachgerecht zu renovieren. Der Besichtigungsweg ist ein romantischer und lehrreicher Spazierweg von 1 ½ km in die Vergangenheit längst des rauschenden Seres Bach.


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