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Der Ortler, 3905m, der höchster Berg in Südtirol
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Reschen-Graun


Vinschgauer Oberland - Reschen

Tourismusverein: Vinschgauer Oberland
Straße: 
Hauptstrasse
Plz/Ort: 
I-39020 Reschen (BZ)
Tel.: 
+39 0473 633101
Fax: 
+39 0473 633140


Reschen

Reschen (1.497m) liegt am nördlichen Seeufer des Reschensees im Obervinschgau und an der Grenze zu Österreich.

Sommer im Vinschgauer Oberland

Der weitdedehnte Reschensee lockt im Sommer Kitesurfer, Surfer, Segler, Angler und Mountainbiker an. Grüne Wiesen, Hochalmen und Gletscher laden ein zu ausgedehnten Wanderungen und Bergtouren.

Kitesurfen

Im Winter ist Reschen ein beliebter Wintersportort und bietet den Skifahren ein zahlreiches Angebot an Skigebieten. Aber nicht nur skifahren, auch Rodeln, Winterwandern, Langlaufen, Schlittenfahrten, Apresski, Skitouren und vieles mehr kann man hier unternehmen.

Graun

Graun befindet sich im oberen Vinschgau am Reschensee, dort wo das Langtauferertal abzweigt. Touristen geniessen die Schönheit des Dorfes, wo der Turm aus dem See ragt. Doch das Dorf hat eine traurige Vergangenheit hinter sich und dabei spielt der Kirchturm eine tragende Rolle.

Sage: Der Grauner Pfarrer

Man sagt, daß es Leute gebe, welche andere durch geistige Gewalt bewegen können, ihnen willenlos zu folgen. Der so Gebannte ist völlig machtlos gegen den Wunsch des anderen. Ein solcher Mann, der folgen machen konnte, war der Pfarrer von Graun. Dieser fuhr einmal von St. Valentin abends in sein Dorf zurück. Mitten in der Grauner Au, einer sehr einsamen Gegend, hielten zwei handfeste Strolche sein Gefährte an und verlangten drohend seine Barschaft. Der Pfarrer sagte: Ja, alles, was ihr wünscht, sollt ihr haben. Er tat, als suchte er in seinem Mantel und machte ein eigentümliches Geräusch am Wagen, während dessen er ausstieg. Die Strolche horchten, was dies Tosen sei, und er legte unbemerkt beiden seine Hände auf die Schultern und sagte: Nun seid so gut und geht noch mit mir nach Graun, daß ich euch etwas geben kann; hier fehlt es mir an Geld. - Die beiden waren dadurch in des Pfarrers Gewalt gebannt und mußten dem Wagen bis vor dem Widum folgen. Dort gab er jedem ein Brot und ließ sie gehen. Denn der Zwingende muß dem Gebannten ein Geschenk geben, sonst wird er des Folgenden nicht los. Die Strolche waren froh, so wohlfeil davongekommen zu sein, und liefen aus dem Dorfe.
Im Besitze solchen Bannvermögens sind nicht nur manche Geistliche, sondern auch andere Leute können es haben. (Burgeis.)
Am Reschenpass gab es bis zur Seestauung 1953, drei Seen: den Haidersee, den Mittersee (auch Grauner See genannt) und den Reschensee. Gegen den Willen und das Einverständins der Bevölkerung ermächtigte der italienische Staat den Konzern Montecatini (heute Edison), den Mittersee und den Reschen, zum Zwecke eines Stausees, zu überfluten.
Natürlich war Graun, mit seinen 120 Bauernhöfen im Wege, doch Montecatini mit beispielloser Rücksichtslosigkeit, hatte vor das Dorf einfach zu überschwemmen.
Folglich versuchte die Bevölkerung sich gegen das Pojekt zu wehren und der Pfarrer Alfred Rieper stand der Bevölkerung als Anführer tatkräftig zur Seite. Er bat sogar den Papst in Rom um Hilfe.
Doch die Grauner hatten bereits verloren bevor sie überhaupt zu kämpfen begangen.
Ihnen wurde gegen einen lächerlichen Erlös Grund und Boden genommen und sie wurden vor die Wahl gestellt, entweder auszuwandern oder sich auf dem St. Anna Hügel neu anzusiedeln.
1950 wurden die Grauner aus ihren Häusern verjagt, alle Häuser und die Basilika der Kirche gesprengt und der 677 Hektar große See wurde gewässert.
Montecatini - Edison hatte seinen herrschsüchtigen Willen durchgesetzt und etliche Familien hatten ihre Existens verloren. Gewalt ging über Recht.
Heut ragt nur noch der romanische Kirchturm als dramatisches Mahnmal, aus dem See.


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